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Das ganz große Angelfest des Sommers ist dann, wenn die Makrelen in
Küstennähe kommen. Diese Fische sind einige der wildesten, die man
sich in unseren Breitengraden vorstellen kann. Diese potenten Fische
fighten wie wild, so dass man sowohl sein Angelgerät als auch seine
Fähigkeiten als Sportangler unter Beweis stellen muss, wenn Makrelen
auf der Tagesordnung stehen. Normalerweise sind Makrelen nicht
schwer zu fangen.
Es
kann jedoch Tage geben, an denen sie vorsichtig sind, oder wo sie
weitab von den Molen stehen; hierfür gibt es jedoch auch Rat. Es
überwiegen bei weitem diejenigen Tage, wo die Makrelen bloß gefangen
werden wollen.
Ausgerüstet mit Eimer und mittelschwerem Angel-gerät, je nach der
gewünschten Angelmethode, ist man auf dem besten Wege zum ersten
Eimer voll Makrelen.
Das Angeln kann bereits im Monat Juli beginnen, wenn das Wetter
gut ist. Eine längere Periode mit warmem und ruhigem Wetter ist
normalerweise das Startsignal zum Angeln. In den meisten Fällen wird
ausschließlich von den Molen aus geangelt, doch in manchen Jahren,
wo die Vorkommen groß sind, können die Makrelen ganz im Inneren des
Hafenbeckens und im Gebiet um die Schleusen herum geangelt werden.
Häufig kann man sie bis in den August hinein fangen. Im Sommer, wenn
die Sportangelkutter ausfahren, werden oft Touren speziell nach
Makrelen arrangiert. Auf den Kuttern ist man gerne behilflich bei
der Wahl des richtigen Angelgerätes, und vielerlei Gerät kann man
direkt auf dem Boot kaufen.
Die Makrelen können auf verschiedene Weise geangelt werden; die
herkömmliche ist eine Rute mit 50-100 g Wurfgewicht, ein Blinker von
60-100 g und ein Makrelenvorfach. Diese Vorfächer gibt es in vielen
Ausführungen und Typen, wichtig ist, dass die Hauptschnur
ausreichend kräftig ist, 0,40-0,60 mm. Dann kann das Angeln
beginnen. Beobachte die anderen Angler. Dort, wo die meisten
Sportangler und Seemöwen sind, sind in der Regel auch Fische. Man
wirft nur sein Vorfach hinaus und spinnt es langsam wieder ein.
Berücksichtige die Meeresbodenverhältnisse, um möglichst den Verlust
des Vorfachs zu vermeiden.
Auf
diese Weise fährt man fort zu angeln, bis man soviel gefangen hat,
wie man möchte oder was man schaffen kann. Wenn man nicht so viele
Makrelen fangen möchte, kann man sich mit dem Blinker begnügen, dann
fängt man »nur« eine Makrele jedes Mal.
Es kann passieren, das man auf Zeiten trifft, wo die Makrelen
aufhören zu beißen. Das kann entweder daran liegen, dass sie länger
hinaus gezogen sind oder nur den Standort gewechselt haben. Halte
Ausschau nach springenden kleinen Fischen und Seemöwen, diese sind
in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Makrelen gerade hier jagen.
Wenn man lieber mit Schwimmer angeln möchte, ist auch das beim
Makrelenangeln möglich. Man benötigt einen kräftigen Schwimmer mit
20-30 g, am besten vom Durchlauftyp, Haken und Bleilote.
Die Montage ist einfach, eine Stopperle, den Schwimmer, danach
das Blei und zuletzt den Haken. Ein guter Köder für dieses Angeln
sind Heringsstücke, in schöne schmale Streifen geschnitten, und dann
den Köder ein paar Mal über die Hakenspitze wickeln, damit er beim
Werfen nicht abfällt.
Wieder
nutzt man dieselbe Technik wie beim Wurfgerät. Schau, wenn möglich,
ob es Aktivitäten und Angelversuche im Gebiet gibt. An warmen Tagen,
wo die Makrelen länger draußen stehen, ist das Angeln mit dem
Schwimmer eine gute Alternative.
Besitzt man einen Schwimmer mit »Segel«, und ist der Wind
günstig, so dass der Schwimmer nach draußen treibt, kann man
ziemlich weit von Land angeln, wenn hier die Makrelen stehen.
Fährt man mit einem Sportanglerkutter auf Makrelenangeln, kann
man dasselbe Wurfgerät vom vorher beschriebenen Typ benutzen. Wenn
man dann der Meinung ist, dass es nicht kräftig genug ist, kann man
kräftigeres Gerät an Bord leihen – Vorfach und Blinker/Pilke muss
man jedoch selbst kaufen. |