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Eine Fahrt auf der Nordsee auf »Wracktour« nach den großen schönen
Sommerdorschen, oder auf » Familienangeln« nach Makrelen dicht unter
Land – das ist Sommer-Vergnügen. Das
sind nur einige der Möglichkeiten, die die Kutterfahrten von Hvide
Sande anbieten. Von hieraus hat man während vieler Jahre diese
Meeresangelfahrten angeboten und hat dadurch eine große Erfahrung
gesammelt bezüglich der Fischstandorte und in Hinblick darauf, wie
die Fische am besten gefangen werden, und vor allen Dingen wann.
Die Kutter fahren nunmehr das ganze Jahr hinaus und sobald sich
genügend Leute für eine Tour auf das Meer versammelt haben, wird der
Kompaß gen Westen gedreht. Die Skipper an Bord sind sämtlich frühere
Erwerbsfischerskipper, und wissen daher genau, um was es geht – und
nicht zuletzt, wie man die Fische am besten findet. Die Skipper
haben auch häufig Verbindung zu den früheren Kollegen auf dem Meer,
die ihnen gerne ein wenig darüber erzählen, wo Fische sind.
Das sind vorteilhafte Karten, wenn man ein gutes Angelergebnis
haben möchte.
Im
zeitigen Frühjahr nimmt das Angeln auf Dorsche zu – das geschieht,
wenn sie zu den Laichplätzen draußen in der Nordsee kommen – und
dann geht es so weiter über den Sommer und in den Herbst hinein.
Es werden zwei Arten von festen Fahrten mit
unterschiedlicher Dauer auf Dorsche angeboten. Es werden auch
Spezialtouren von unterschiedlicher Dauer angeboten.
Auf den »langen« Touren wird über Wrack und
Steinriffen geangelt. Diese Touren finden weiter draußen auf dem
Meer statt und dauern daher aufgrund der weiteren Fahrt natürlich
länger. Es werden auch »kürzere« Touren angeboten, wo über
Steinhaufen und Steinriffen dichter unter Land geangelt wird.
Das Angeln auf dem Meer ist ganz speziell – da sich die
Bedingungen häufig ändern. Man angelt normalerweise wie vorher
erwähnt über Steinriffen und Wrack.
Wenn
der Skipper erst mal das Wrack oder Steinriff »gefunden« hat,
beginnt das Angeln nun richtig. Man kann verfolgen, wie das Schiff
über dem Wrack treibt, überall auf dem Deck krümmen sich die Ruten
der Reihe nach zum Bersten je nachdem, wie und wann die Fische
anbeißen. Kräftige Anschläge und starker Drill, der Schweiß rinnt
von der Stirn, nach und nach wie die Fische eingeholt werden, 1, 2,
3 und mehrere auf einmal.
Plötzlich hört das Angeln auf. Die Schiffsglocke erklingt, das
Gerät wird eingeholt, das Schiff gewendet, der Skipper sucht die
Stelle erneut auf, wenn er schätzt, dass dort noch mehr Fische sind.
Sonst geht die Fahrt weiter zum nächsten Stop auf der Tour.
Das Gerät für diese Art des Angelns gehört wieder zum kräftigen
Ende der Skala aufgrund der Menge und Größe der Fische und des
Endgerätes.
Es werden kurze kräftige Ruten mit einem hohen Wurfgewicht , 1,5 bis
2,5 Meter und 200-400 g Wurfgewicht benutzt. Dieses Gerät kann
sowohl für Makrelen als auch für die Dorschtouren angewandt werden,
obwohl man an und für sich für die Makrelentouren nicht ganz so
kräftiges Gerät benötigt. Natürlich sind die Schnüre trotzdem auch
ziemlich kräftig.
Heutzutage benutzt man häufig geflochtene Schnüre. Auf den
Tourenbooten können Ruten und Rollen ausgeliehen werden; Pilke und
Vorfächer kauft man jedoch selbst.
Im Laufe des Sommers, wenn sich die Wärme über das Land gelegt
hat und die Temperatur im Meer steigt, kommen die Makrelen herein,
wo man sie vom Kutter aus fangen kann. Diese Art des Angelns ist
überwältigend in mehrfacher Hinsicht. Vor allen Dingen wegen der
Einfachheit und oft wegen seines Ausbeutereichtums, das häufig die
wildesten Vorstellungen übersteigt. Es werden ganz einfach mehrere
Hundert Makrelen gefangen, wenn der Skipper erstmal den Schwarm
gefunden hat. Diese Art des Angelns können wir wärmstens für eine
gemütliche Familientour auf dem Meer empfehlen, da sie zu einem
Zeitpunkt des Jahres stattfindet, zu der normalerweise ganz ruhiges
Wetter herrscht.
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