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Es gibt kaum so berühmte Angelereignisse wie das
Heringsangeln in Hvide Sande. Dieses Angelereignis findet nicht
seines gleichen in Dänemark. Nicht genug damit, es wiederholt sich
zweimal im Jahr!
Die
frühen Frühjahrsheringe kommen bereits Ende März/Anfang April zu den
Schleusen in Hvide Sande und bleiben häufig bis hinein in den
Junimonat. Im Herbst beginnt das Fischen oft im September. Dieser
Stamm ist ein anderer als der, der im Frühjahr kommt. Diese Heringe
sind viel größer und fetter, richtig fette »Weihnachtsheringe”.
Das Angeln erstreckt sich praktisch häufig bis
hin zu den Weihnachtsfeiertagen, wenn die Bedingungen günstig sind.
Das Fischen findet primär an den
Entwässerungs-schleusen in Hvide Sande statt – bitte Plakate
beachten. Es kann auch an anderen Stellen geangelt werden, aber die
Fische stehen in großen Schwärmen und warten darauf, durch die
Schleuse zu ziehen, so dass man am ertragreichsten gerade um die
Schleusen herum angelt. Bei den Schleusen sind Plattformen
vorhanden, von denen aus geangelt werden kann (siehe auch Bilder).
Auf der nördlichen Seite der Schleuse ist ein Steg für
Rollstuhlfahrer eingerichtet worden, so dass diese auch teilnehmen
können.
Das
eigentliche Angeln lässt sich leicht prakti-zieren. Man kann eine
stabile Rute mit 30-60 g Wurfgewicht benutzen. Dann wird mit Vorfach
mit 4-6 Haken geangelt und mit besonders für diesen Zweck
berechnetem Blei.
Es gibt unglaublich viele Typen von
Heringsvorfächern. Die meisten dieser Typen funktionieren gut unter
guten Bedingungen. Das heißt an Tagen, wo die Heringe in so großen
Mengen auftreten, dass es man kaum vermeiden kann, etwas zu fangen;
sie beißen einfach auf alles.
Für Tage, an denen die Heringe nicht in so großen
Mengen auftreten, sollte man etwas mehr in seine Vorfächer
investieren. Es gibt viele Typen. Die besten sind in der Regel
Vorfächer mit echter Fischhaut als Flügel und für dunkle Tage
Vorfächer mit selbstleuchtenden Flügeln. Dazwischen liegen viele
weitere Typen von Vorfächern, die auch Heringe fangen können. Die
zwei genannten Typen sind nur Beispiele für sehr gut funktionierende
Vorfächer. Man ist gut beraten, wenn man auf die Empfehlungen der
lokalen Angelgerätläden hört. Diese haben immer einen guten Tip
bezüglich der Vorfächer, die an »kniffligen« Tagen taugen.
Die
Entwässerungsschleuse in Hvide Sande ent-wässert das ganze Gebiet
und den Ringkøbing Fjord und die Skjern Au, so dass richtig viel
Wasser durch die Schleuse läuft, wenn die Schleusentore geöffnet
sind. Die Spitzenbelastung beträgt 800-900 m³ pro Sekunde. Aufgrund
dessen ist auf dem Boden der Schleuse sehr viel
Stabilisierungsmaterial ausgelegt, und hierin können sich Vorfach
und Blei leicht verfangen – also paßt gut auf Euer Vorfach auf! Der
beste Rat ist, Blei zu benutzen, das für das Heringsangeln gedacht
ist. Es wirft sich besser und hat eine größere Oberfläche, so dass
es nicht so leicht zu Boden sinkt; und dann hat es auch den Effekt,
dass es die Heringe mit Hilfe der Farben anlockt.
Für das Heringsangeln empfiehlt es sich immer,
reichlich Behälter zur Aufbewahrung der Fische dabei zu haben.
Kunststoffeimer, die für Lebensmittel geeignet sind, sind gut. Wirf
die Heringe nicht auf den Boden, sondern direkt in die Eimer. Es
können sich gesundheitliche Risiken ergeben, wenn die Fische mit dem
Boden in Berührung kommen.
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