Erleben Sie die wilde Pflanzen an der Nordseeküste | Hvide Sande

Wilde Pflanzen an der Nordsee

Die Dünenrose ist fast schon eine Sehenswürdigkeit, eine sehr „alte” Pflanze, wahrscheinlich gibt es sie hier in der Umgebung bereits seit der Tundrazeit als noch Rentiere hier lebten. Sie kann bis zu 1 m hoch werden und ist ein mit dichten Stacheln besetzter Busch. Die Blüten sind leicht gelblich und verströmen einen angenehmen Duft.

Mit ihren bis zu 5 m langen Wurzeln kann sie auf dem sauren, ausgewaschenen Sand wachsen, weil sie damit Sandschichten erreicht in denen es Nahrung und Kalk gibt. Die Dünenrosen wachsen wild in großen Teilen Euroasiens und in Dänemark entlang der Westküste sowie vereinzelt am Limfjord. Die kleinen schwarzen Hagebutten wurden früher zur Herstellung von Konfitüre, Marmelade und Wein verwendet. Außerdem eignen sie sich hervorragend zur Herstellung von Kräuterschnaps. Die Dünenrose blüht im Juni/Juli.

Kartoffel-Rose ist in den Dünen, Strandwiesen und in lebenden Hecken weit verbreitet. Die Pflanze kommt in Dänemark nicht natürlich vor sondern ist eine invasive Art, die sehr widerstandsfähig gegenüber Salz, Sandboden und starkem Wind ist. Die grasgrünen Blätter sind auf der Oberseite glatt und die Unterseite ist etwas klebrig und behaart. Die Zweige haben Stacheln, die Blüten duften leicht und sind rot oder weiß. Die Früchte (Hagebutten) sind orangerot mit 5 großen Kelchblättern und reifen im Herbst. Aus den Früchten kann Marmelade, Kompott, Eis und vieles andere hergestellt werden.


Die Kartoffel-Rose vermehrt sich sehr schnell, was weder für das Pflanzenleben noch für das Tierleben gut ist. Es werden z. B. Strandhafer und Strandroggen verdrängt und deshalb entfernt man die Rose an vielen Orten, damit die natürliche Vegetation ihren Platz bekommt.

Strand-Grasnelke oder Gewöhnliche Grasnelke ist eine in Dänemark häufig vorkommende Pflanze. Sie kommt besonders auf sandiger Erde an der Küste, auf Strandwiesen, Böschungen, in den Dünen sowie an Straßenrändern – auch im Landesinneren vor. Sie hat einen polsterartigen Wuchs, wobei die Blätter rosettenartig dicht über der Erde wachsen und aus der Mitte dieser Rosette wachsen die blattlosen Blütenstängel.

Die Blütenköpfe sitzen am Ende der Stängel mit ca. 10-30 Blüten in jedem Blütenkopf. Sie sind rosa und duften gut. Die Strand-Grasnelke ist gegenüber Salz tolerant, da sie das Salz über spezielle Drüsen auf der Blattoberfläche ausscheiden kann. Durch ihre harten Stängel eignet sie sich gut zum Flechten von Blumenkränzen.

Sanddorn wird oft bis zu 3 m hoch - fast ein buschiger Baum. Er hat sehr kräftige Dornen, die Blätter sind schmal und graugrün mit kleinen silberglänzenden Haaren an der Unterseite. Die orangeroten Früchte sind eigentlich Nüsse und sehr reich an Vitamin C – und werden zu Marmelade und Kräuterschnaps verarbeitet. Außerdem beginnen viele Köche die Früchte bei der Speisenzubereitung zu nutzen.

In Deutschland wird die Pflanze auch Fasanenbeere genannt, da Fasane gern die Beeren fressen und die Büsche nutzen, um sich zu verstecken. Der Sanddorn bildet ein enormes Wurzelnetz mit vielen Wurzelaustrieben. Er kann zur Bodenbefestigung in den Dünen genutzt werden und seine Wurzelknöllchen machen es ihm möglich Stickstoff aufzunehmen, sodass er auf dem nahrungsarmen Sandboden leben kann. Die Pflanze benötigt sehr viel Sonne und deshalb sterben die untersten und innersten Triebe aufgrund ihres eigenen Schattens ab.

Strandhafer: oder Gewöhnlicher Strandhafer ist eine Dünenpflanze, die wohl alle kennen. Der lateinische Name lautet ammophilia arenaria und bedeutet: ”Sandiger Sandfreund”. Es ist eine mehrjährige Pflanze, die im Juli/August blüht.

Der Strandhafer hat schmale, steife blaugrüne, meist eingerollte Blätter, deren Enden spitz sind. Die Blätter können bis zu 120 cm lang werden und sind zusammengerollt, um die Verdunstung zu minimieren und aus diesem Grund kann der Strandhafer an sehr trockenen Orten überleben. Der Strandhafer wird in den Dünen gepflanzt um die Sandflucht zu verhindern, da er aufgrund seines schnell wachsenden Wurzelsystems gut den Sand halten kann. Und je mehr er von Sand bedeckt wird, umso schneller wächst er.

Strandroggen wird oft mit dem Strandhafer verwechselt. Er hat jedoch flache, breite Blätter mit einem wachs- und kieselartigen Belag zum Schutz vor Austrocknung. Dadurch hat der Strandroggen auch eine mehr blaugraue Farbe. Die Blüten sind sehr viel gröber als die des Strandhafers, dessen Rispen weicher sind.

Schwarze Krähenbeere ist eine der ältesten Heidepflanzen – älter als das Heidekraut. Es ist ein immergrüner niedriger Busch mit kriechendem Wuchs bei dem die langen Zweige Wurzeln schlagen, mit einer kräftigen Pfahlwurzel in der Mitte. Steht die Pflanze frei, ohne Einwirkung von anderen Pflanzen, wächst sie kreisrund, stehen mehrere und ältere Pflanzen beieinander, dann wachsen sie vollständig zusammen und bilden einen dicken Teppich.

Die dunkelroten Blüten erscheinen bereits im April und im August erscheinen die essbaren Beeren – Schwarzbeeren oder Krähenbeeren genannt – die jedoch nicht so begehrt sind, da sie zwar saftig sind, aber 6-9 Kerne enthalten und sehr süß schmecken. Früher waren die Beeren eine wichtige Vitaminquelle für Menschen und Tiere. Die Pflanze wächst immer auf nährstoffreichem Boden – trocken und feucht – wie Sand, Dünen, Heidegebieten und Mooren und am zahlreichsten im westlichen Teil des Landes.

Blasentang: Eine gewöhnliche und außerordentlich verbreitete Alge an allen dänischen Küsten – eine Braunalge, die in Büschen im flachen Wasser wächst, kann jedoch teilweise Austrocknung bei Ebbe verkraften. Man erkennt ihn an seinen paarweisen, luftgefüllten Blasen. Er wächst auf Steinen und Muscheln. Der Blasentang hat keine Wurzeln sondern nimmt die Nahrung über die Oberfläche auf. Oft sieht man ihn mit anderen Tangarten in großen Algenansammlungen am Strand. Diese Algenansammlungen bieten Nahrung für andere Tiere und Pflanzen. Tang wurde früher zur Düngung der Felder genutzt.

Sand-Thymian: Bildet in großen Naturgebieten schöne lila/grüne Teppiche. Er ist ein bodendeckender Halbstrauch und wächst in trockenen Gebieten wie Heiden und Dünen. Er wird auch Mittelmeerthymian genannt und sieht dem, den wir sonst kennen nicht ähnlich, wenn man jedoch die Blätter zerdrückt, erkennt man sofort den charakteristischen Duft. Aus dem Sand-Thymian kann man einen starken und guten Kräuterschnaps herstellen – dazu verwendet man Blätter und Blüten und lässt es 2-3 Tage ziehen.

 

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