Unter Einsatz des Lebens | Erzählungen über den Rettungsdienst in Hvide Sande

Unter Einsatz des Lebens

Bei einem Rettungseinsatz 1951 in Hvide Sande kamen fünf Männer ums Leben. Die Retter wußten, dass eine schwere Aufgabe auf sie wartete, aber wenn jemand in Seenot ist, so fährt man hinaus! Und das tut man immer noch!

Einer der großen Rettungsunfälle geschah am 9. Dezember 1951 in Hvide Sande. Dabei kamen fünf Männer ums Leben, drei überlebten.

Das Unglück geschah als das Rettungsboot mit einem havarierten Kutter auf dem Weg an Land war. Das Abschleppseil zwischen dem havarierten Schiff und dem Rettungsboot riss und das Rettungsboot kenterte. Es war so nahe am Ufer, dass man dem Drama vom Hafen aus folgen konnte. Kinder wurden vaterlos und Frauen zu Witwen.

Ein ehemaliger Retter stellte 50 Jahre später bei einer Gedenkfeier die Frage: "War diese Tour vergebens?" 
Das meinte man nicht, die Furcht nicht das Äußerste zu leisten sitzt in allen Rettern und die Mannschaft tat damals alles, was in ihrer Macht stand. Sie zeigten Verantwortung für das Leben und die Gemeinschaft, obwohl sie wußten, dass das Boot bei schwerer See gut war, aber schlecht bei Wellen, die von hinten auf das Boot treffen. Doch sie zweifelten nicht eine Sekunde daran, dass sie hinausfahren sollten.

Der Unfall gleicht anderen tragischen Unglücken entlang der Nordseeküste und er erinnert auch die Menschen heute an die haarfeine Grenze zwischen Leben und Tod. Jedes Mal, wenn ein Schiffsunglück geschieht - und das geschieht immer noch bei Unwettern - fragt man sich, ob es notwendig ist hinauszufahren und jedes Mal ist die Antwort ja! Sind Menschen in Seenot, so fährt man hinaus!

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