Seezeichen | Vedersø Klit
Seezeichen Vedersø Klit

Seezeichen an der Nordseeküste

25 einzigartige Seezeichen thronten einst entlang der Nordseeküste Jütlands. Heute stehen davon noch 11. In Vedersø hat die Lokalbevölkerung in Eigenregie dafür gesorgt, dass das bedeutungsvolle Seezeichen vor dem Untergang gerettet wurde.

Die Strecke entlang der Nordseeküste Jütlands war früher ein viel befahrener Handelsweg in Europa. Engländer, Russen, Deutsche und Holländer fuhren diesen Weg mit ihren Waren. Damals, lange bevor es Flugzeuge und Autobahnen gab, war der Seeweg die schnellste Transportroute.

Die launische Nordsee

Viele Schiffe überstanden die Fahrt durch die launische Nordsee nicht. Die Navigationsgeräte waren primitiv oder existierten nicht und hunderte von Schiffen sanken, da sie sich verschätzten und nicht wußten, wo sie sich auf dem Meer befanden. Um den Seefahren mit der Orientierung  auf offener See zu helfen, wurden Seezeichen, auch Baken genannt,  errichtet.

11 Seezeichen existieren noch

In der Zeit von 1884-1885 wurden 25 Seezeichen errichtet, wovon das Meer bis heute gnädiger Weise 11 zurückließ. 11 einzigartige geometrische Figuren, die jede eine bestimmte Stelle kennzeichnen. Die restlichen 14 wurden vom gierigen Meer verschluckt, das jedes Jahr ein Stück der Dünen verschlingt. Die positive Wirkung der Seezeichen konnte man bereits Ende des 19. Jh. wahrnehmen. Es sanken weniger Schiffe, da sie nun zuverlässige Orientierungspunkte an Land hatten.

Dänisches Kulturerbe

Hatten die Seezeichen früher als eine Art primitiver GPS eine Bedeutung für die Seefahrer, sind sie heute hauptsächlich für uns, die durch die hügelige Dünenlandschaft gehen, von Bedeutung. Wie auch an anderen Orten an der Küste, schafft das Seezeichen in Vedersø Identität und erinnert uns an eine dramatische Vergangenheit an der Küste. Alle 11 geometrischen Holzfiguren entlang der Nordseeküste sind heute als ein Teil des dänischen Kulturerbes unter Schutz gestellt.

Das gefährdete Seezeichen in Vedersø

Das Seezeichen in Vedersø  erlitt  vor einigen Jahren fast das gleiche traurige Schicksal wie viele andere der Nordseemonumente. Eine Reihe von Ferienhauseigentümer setzte sich jedoch für die Rettung dieser lokalen Bake ein, die an einer sehr exponierten Stelle in den Dünen stand. Diese private Initiative sorgte für die notwendigen Genehmigungen, um das Seezeichen länger an Land zu platzieren.  Ökonomische Unterstützung erhielt das Projekt von einer Stiftung unter dem dänischen Reedereigiganten A.P. Møller Maersk.

Rettung

Im Jahr 2011 war die Rettung endlich unter Dach und Fach und es gelang sogar das ursprüngliche Holz von 1884 zu bewahren. Die Rettung des Wahrzeichens, das hunderte von Leben gerettet hat, war geglückt. Heute ist es ein leicht zu erkennendes Seezeichen an Land und eine Erinnerung an die Zeit, als die Nordseeküste ganz Europas raue Autobahn war.

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