Sandtreiben an der Nordsee | Die Natur an der Nordsee

Sandtreiben

Bei geringer Windstärke wird der Sand "hüpfend" über den Boden geweht und die bekannten Rillen im Sand entstehen. Entwickelt sich aber starker Wind zu einem Sandsturm, so werden große Dünengebiete verschoben.

Sandtreiben kann für Pflanzen verheerend sein, weil sie entweder zugedeckt oder entwurzelt werden. Sind sie richtig fest verwurzelt ehe ein Sturm beginnt, können sie aber auch den Sand festhalten. Die Dünen werden deshalb mit Strandhafer, Strandroggen oder anderen Pflanzen bepflanzt, die den Sand halten können.

In Dänemark gibt es seit langer Zeit Sandtreiben, besonders an der Nordseeküste. Der Holmsland Klit selbst – die lange Landzunge zwischen Søndervig und Nymindegab – ist eine ziemlich "junge" Landschaft, die besonders in der Mitte des 16. Jh. und am Ende des 19. Jh. von regelmäßigen Naturkatastrophen betroffen war, bei denen Städte und Ackerland zerstört wurden. Mit viel Mühe bepflanzte man die Dünengebiete und es half.

Man spricht aber immer noch davon, dass das Land bei einem Sandsturm, wenn alles zum Nachbarn geweht wird, den Besitzer wechselt.

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Dünenhöfe

Die Dünenhöfe

Die Gegend um Ringkøbing und speziell der Holmsland Klit verfügt über eine reiche und unverwechselbare Baukultur. Das auffälligste Kennzeichen sind die roten Backsteine, die weißen Türen, Tore und Sprossenfenster sowie die strohgedeckten Halbwalmdächer - am deutlichsten auf den alten Dünenhöfen, die Wohlstand und Standesbewußtsein signalisierten, zu sehen.