Holger Danske in Skjern | Geschichte und Kultur in Skjern
Holger Danske befindet sich auf dem Platz Holger Danskes Plads in Skjern

Holger Danske – ein dänisches Nationalsymbol in Skjern

Die Statue von Holger Danske wurde im Frühling 2013 von einem geschäftstüchtigen Unternehmer und rührigen Leuten aus Skjern gekauft und gehört nun nach Skjern.

Holger Danske kam nach Skjern und ist auf dem Holger Danskes Plads aufgestellt, wo er über die Stadt Skjern und seine Bewohner wacht!

Das Hotel Marienlyst in Helsingør bestellte 1907 eine Bronzestatue von Holger Danske. Der Bildhauer Hans Pedersen-Dan fertigte als erstes eine große Gipsfigur, die die Grundlage für die Gussform der richtigen Statue war. Diese Gipsfigur wurde in den Kasematten im Schloss Kronborg aufbewahrt – jedoch 1985 durch eine Kopie aus Beton ersetzt, da der Gips durch die Feuchtigkeit beschädigt war.

In mehreren Jahrhunderten war Holger Danske ein bedeutungsvolles Nationalsymbol für die Dänen und eine Legende erzählt, dass sich, wenn das dänische Königreich von äußeren Feinden bedroht wird, die Steinfigur in einen Menschen verwandelt und Holger Danske sich erhebt, um das Land zu verteidigen. Ursprünglich stammt diese Legende nicht aus Dänemark sondern fand zum ersten Mal in einem Hauptwerk der französischen Mittelalterliteratur dem „Rolandslied“ Erwähnung. Hier tritt Holger Danske unter dem Namen „Ogier le Danois“, als einer der Krieger Karls des Großen auf. Karl der Große herrschte von 768 – 814 über das Fränkische Reich, wo er auch starb. Er unternahm einen nicht sehr erfolgreichen Feldzug gegen die Mauren in Spanien, der die Inspiration für das „Rolandslied“ war.

Die Geschichte über Holger Danske taucht in Skandinavien zum ersten Mal um 1510 auf und 1534 kam eine Nachdichtung der Geschichte unter dem Namen „König Holger Danskes Chronik“ heraus. Der Verfasser Christiern Pedersen stammte aus Helsingør und die Heldenfigur wurde deshalb natürlich mit Kronborg verknüpft.

Die Legende von der heroischen Sagenfigur war außerdem Inspirationsquelle für Literatur und Musik. Es schrieb u. a. B. S. Ingemann 1837 ein Gedicht über Holger Danske und H. C. Andersen 1845 das Märchen „Holger Danske“. In ganz Europa findet man ähnliche „Kämpfer“, die sitzen und darauf warten „hervorzutreten“, wenn ihr Land in Not ist. In Polen heißt er „Der weiße Prinz“  und sitzt in der Tatra und in Deutschland sitzt Barbarossa im Kyffhäuser südöstlich des Harzes. Es ist also ein gemeinsames europäisches Sagengut, das in Romanform, Dichtung und als Volksmärchen weitergegeben wird.  

Die gesamte Erzählung spielte bis in unsere Zeit für das nationale Bewusstsein eine große Rolle, was dadurch zum Ausdruck kam, dass eine der bedeutendsten Widerstandsgruppen unter Hitlers Besetzung von 1940-45 unter dem Namen Holger Danske operierte.

Doch nun sitzt er und schläft und man kann hoffen, dass er aufwacht und zur Tat schreitet, wenn es notwendig werden sollte.      

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