Die Dünen des toten Mannes | Die Westküste an der Westküste

Die Dünen des toten Mannes

Früher geschah es, dass die Schiffe in der Nordsee an den Riffen oder in der Brandung auf dem Weg nach Hause zerschellten.Viele der toten Seeleute wurden an "bequemen Stellen in den Dünen" begraben - den sogenannten "Dünen des toten Mannes".

Die kleinen Friedhöfe der Dorfkirchen hatten nicht die Kapazität viele Menschen mit einem Mal zu begraben und sie hatten auch nicht genügend Flächen dazu. Das war aber nicht der einzige Grund, dass man die Toten in den "Dünen des toten Mannes" begrub. 

Man konnte ja nicht immer sicher sein, dass die Toten Christen waren und waren sie das nicht, konnten sie nicht in geweihter Erde begraben werden. Außerdem war man sich bewußt, dass sie aufgrund des Gesundheitsrisikos schnell beerdigt werden mussten.

Letztendlich erfolgte die schnelle Beerdigung in den Dünen auch aus Respekt vor den Toten, so dass sie nicht riskierten einer Leichenfledderei ausgesetzt zu werden.

Oft gruben Füchse und andere Tiere Leichen und Knochen wieder aus. Deshalb führte man in der Mitte des 19. Jh. ein, dass die Toten von Schiffsunglücken auf den lokalen Friedhöfen begraben wurden. 

Das Meer hat alle bekannten Dünen des toten Mannes entfernt, so dass nur noch die Geschichten darüber existieren.

 

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