Die Dejbjergroute | Hvidesande

Die Dejbjergroute

Die Dejbjergroute ist eine langgestreckte, malerische Route zwischen Skjern im Süden und Velling am Ringkøbing Fjord im Nordwesten. Mittelpunkt ist die Dejbjerg Heide und Dejbjerg Plantage. Die Gegend ist reich an historischen Belegen über das Leben der Bauern in der Eisenzeit, über die Wikingerzeit, die Ochsentreiber des späten Mittelalters und die Gänsemägde - sowie die Schinder vor nur einhundert Jahren.

Die Dejbjerg Heide ist besonders für die ”Dejbjergschinder” bekannt, sie wurden von den Bauern angeheuert um die "unreine Arbeit" zu erledigen, wie z. B. das Häuten von verendeten Pferden und anderen Tieren. Im 19. Jh. begannen die Bauern selbst ihre Tiere zu häuten, so dass die Schinder, die ohnehin isoliert und ungern gesehen waren, arbeitslos und weiter in die Heide vertrieben wurden, ausgesetzt einem jämmerlichen Leben mit Bettelei, ein wenig Jagd und Fischerei, als Tagelöhner und mit Kleinkriminalität. 

Die letzte Schinderfamilie der Gegend wohnte bis 1932 in einem Haus im Bjørnemosen, einem Moorgebiet, auf der Ostseite der Dejbjerg Plantage. Das Haus ist rekonstruiert, so wie es im Jahre 1906 stand und erzählt uns heute vom einem Leben am Rande - und einer Schicht der Gesellschaft, die vielleicht etwas Aufmerksamkeit gebraucht hätte.

Nicht weit vom Schinderhaus liegt Bundsbæk Mølle (Mühle), die besterhaltene Getreidemühle in Westjütland. Darin befindet sich heute ein lebendes Museum mit vielen Aktivitäten im Sommer - und mit Dejbjerg Jernalder (Eisenzeitmuseum) als nächsten Nachbarn.

An einer anderen Stelle in der Plantage, in der Nähe des Ortes Dejbjerg, findet man Reste eines kreisförmigen Ochsenpferchs, der von den Ochsentreibern für die Unterbringung der Tiere, die auf den großen Märkten in Deutschland verkauft werden sollten, genutzt wurde. Die Viehtreiber folgten dem ”Drivvejen”, einem historischen Handelsweg, der vom Limfjord im Norden bis zur dänisch-deutschen Grenze im Süden verlief.

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