Bunker an der Nordsee

Der Atlantikwall in Dänemark war im 2. Weltkrieg eine Küstverteidigungsanlage entlang der Nordseeküste Jütlands. Er bestand aus ca. 8.000 verschiedenen Konstruktionen aus Beton, ca. 2.000 davon waren Bunker.

An einigen Stellen sind die Bunker entfernt oder abgedeckt - oder Sandverwehungen haben die Spuren verwischt. Der größte Teil liegt aber noch wie am Ende des Krieges.

Sehen Sie das Video mit dem lokalen Bunkerexperten Steen, der gern die Geschichte zum Leben erweckt.  

Die gesamte Anlage reichte vom Nordkap in Norwegen bis hinunter zu den Pyrenäen an der Grenze zu Spanien und wurde von Nazideutschland errichtet, um die Alliierten davon abzuhalten auf dem europäischen Kontinent an Land zu gehen.

Bewahrungswürdige Bunker

Die Dänische Denkmalschutzbehörde hat mehrere der Bunker als ein Teil der Kulturlandschaft für bewahrungswürdig erklärt. 

Das Problem ist, dass die Bunker oft als Ruinen daliegen und das kann aufgrund der Eisenspitzen, die aus dem Sand herausragen gefährlich sein. Es ist jetzt entschieden worden, dass die gefährlichen Bunker entfernt werden.

2014 wurden viele der gefährlichen Bunker entfernt und es war, wie erwartet eine große Aufgabe. Mehrere mußten gesprengt werden und dadurch wurde die Arbeit noch schwieriger. Gleichzeitig mussten alle kleineren Stücke Beton und Eisen eingesammelt werden, damit sie nicht im Sand liegen und erneut eine Gefahr für die Badegäste darstellen.   

Die Arbeit mit der Etablierung des Atlantikwalls begann 1940, das heißt mit Deutschlands Besetzung von Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark und Norwegen.

Lesen Sie die Geschichte des bekannten dänischen Verfassers und Pfarrers, der den größten Teil seines Lebens in Verdersø wohnte.

Besuchen Sie Kaj Munk,  den dänischen Dichter, Pfarrer und Freiheitskämpfer.

Die Bunker

In einige Bunker kann man hineingehen. Viele sind jedoch geschlossen, andere mit Sand gefüllt und einige einfach zusammengefallen. Im Juli 2014 öffnete wieder der große Beobachtungsbunker in Houvig nachdem er mit Sand gefüllt war und damit ist eine einzigartige Darstellung des 2. Weltkrieges wieder zugänglich. 1995 malte ein dänischer Pfarrer und Autor eine zusammenhängende Erzählung über den Kriegsverlauf, die Judenverfolgung und Hitlers wahnsinniges Verhalten an die Wände dieses Bunkers. Er malte mit Ochsenblut weshalb viele dachten, dass die Bemalung von einem Zeitzeugen stammt. Doch der Künstler wollte nur seine Interpretation des Verlaufes darstellen. Das Betreten der Bunker geschieht auf eigene Verantwortung. Die Bunker können sowohl im Sand ins Rutschen kommen als auch durch die Verwitterung zusammenfallen. 

Dänemarks Flugzeugmuseum

Teilen Sie diese Seite