Molenangeln

Für diese gemütliche und familienfreundlich Art des Angelns gibt es in Hvide Sande sehr viele Möglichkeiten. Es gibt nicht nur gute, solide Molenanlagen, die mehrere Hundert Meter in die Nordsee ragen, sondern es sind auch an vielen anderen Stellen rundherum im Hafengebiet richtig gute Angelplätze vorhanden.

Normalerweise wird mit Sandwürmern und Paternoster nach Plattfischen geangelt. Viele haben angefangen, mit Vorfach und Perlen in allen möglichen Farben zu angeln - einige sogar selbstleuchtend – oder mit Spinnern. Alle erhöhen die Fangmöglichkeiten, weil viele Fische mit den Augen jagen und deshalb die Vorfächer eher bemerken.

Den größten Teil des Jahres kann man Flundern und Klieschen fangen. Im März/April kommen Goldbutt und Seezungen in Küstennähe, und ab und zu gibt es gute Fänge von Dorsch und im Hochsommer Makrelen.

Es gibt eigentlich keine Tageszeiten, die besser als andere sind – und doch – die Seezungen ziehen erst in der Nacht, oder wenn es anfängt, dunkel zu werden. Das tun andere Fische an der Mole jedoch auch, jedoch nicht so ausgeprägt wie die Seezungen.


Generell kann man das ganze Jahr über angeln, aber einige Perioden bieten geringere Erfolgsaussichten. Zum Beispiel nach langen Stürmen und Unwetter oder im Sommer, wenn es über längere Zeiten sehr warm ist. Während dieser Perioden ziehen die Plattfische in tiefere Gewässer, da sie warmes und unruhiges Wasser nicht mögen. Aber kein Grund zu verzweifeln, denn wird es sehr warm, kommen andere Fische in Küstennähe, einer davon ist die Makrele.

Fast jedes Gerät kann für das Angeln von der Mole benutzt werden. Besitzt man keine kräftigen Ruten, sucht man sich für einen Angelplatz entscheiden, von welchem man nicht so weit zu werfen braucht. Zum Beispiel etwas weiter im inneren Hafenbereich. Auch an den Molen gibt es Stellen, wo man nicht so weit werfen muss.

Man sollte beim Angeln von der Mole mindestens mit 60 g Blei angeln, damit das Blei nicht mit der Strömung treibt und die Fangchancen dadurch sinken. Die Länge der Ruten ist nicht so entscheidend.

Es wird mit Vorfach und Köder geangelt, z.B. mit Sandwurm, Bürstenwurm, Fischstücken oder künstlichen Ködern. Man kann von der Küste aus oft sehen, wo die Fische ziehen. Schau nach dunkleren Flecken oder Bereichen mit tieferem Wasser, dort halten sich die Fische gerne auf. Man kann auch versuchen nah an der Molenkante zu angeln, hier stehen besonders die Plattfische.

Eins sollte man beachten: Molenangeln ist aktivs Angeln, das heißt, beißen die Fische nicht, holt man das Angelgerät ein und versucht es mit einem neuen Wurf an einem anderen Standort. Die Plattfische an der Mole halten sich normalerweise längere Zeit am selben Ort auf – der Trick ist also, sie zu finden; dann kann das Angeln auch noch ein wenig weitergehen.






Makrelenangeln in Hvide Sande

Das ganz große - inoffizielle - Angelfest des Sommers ist dann, wenn die Makrelen in Küstennähe kommen. Diese Fische gehören zu den wildesten, die in unseren Breitengraden vorkommen. Diese potenten Fische kämpfen wie wild, so dass man sowohl sein Angelgerät als auch seine Fähigkeiten als Sportangler unter Beweis stellen muss, wenn Makrelen auf der Tagesordnung stehen. Normalerweise sind Makrelen nicht schwer zu fangen. Es kann jedoch Tage geben, an denen sie vorsichtig sind, oder wo sie weitab von den Molen stehen.

Ausgerüstet mit Eimer und mittelschwerem Angelgerät, je nach der gewünschten Angelmethode, ist man in der Saison fast immer auf dem besten Wege zu einem Eimer voll Makrelen.

Wenn das Wetter gut ist kann das Makrelenangeln bereits im Juli beginnen. Eine längere Periode mit warmem und ruhigem Wetter ist normalerweise das Startsignal zum Angeln. In den meisten Fällen wird ausschließlich von den Molen aus geangelt, doch in manchen Jahren, wenn die Vorkommen besonders groß sind, können die Makrelen auch im Hafenbecken und an der Schleuse geangelt werden. Häufig kann man sie bis in den August hinein fangen.

Im Sommer, wenn die Hochseekutter rausfahren, werden die Touren oft speziell auf Makrelen ausgerichtet. Auf den Kuttern ist man gerne behilflich bei der Wahl des richtigen Angelgerätes: Diverses Gerät kann direkt an Bord ausgeliehen oder gekauft werden.

Die Makrelen können auf verschiedene Weise geangelt werden. Die herkömmliche Art ist eine Rute mit 50-100 g Wurfgewicht, ein Blinker von 60-100 g und ein Makrelenvorfach. Diese Vorfächer gibt es in vielen Ausführungen und Typen. Wichtig ist, dass die Hauptschnur ausreichend kräftig ist, 0,40-0,60 mm. Dann kann das Angeln beginnen. Beobachte die anderen Angler. Dort, wo die meisten Sportangler und Seemöwen sind, sind in der Regel auch Fische. Man wirft nur sein Vorfach hinaus und spinnt es langsam wieder ein. Berücksichtige die Meeresbodenverhältnisse, um möglichst den Verlust des Vorfachs zu vermeiden.

Wenn die Makrelen plötzlich aufhören zu beißen kann das entweder daran liegen, dass sie länger hinaus gezogen sind, oder ihren Standort gewechselt haben. Halte Ausschau nach springenden kleinen Fischen und Seemöwen, diese sind in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Makrelen gerade hier jagen.

Wenn man lieber mit Pose angeln möchte, ist auch das beim Makrelenangeln möglich. Man benötigt eine kräftige Pose mit 20-30 g, am besten eine Laufpose, Haken und Blei. Die Montage ist einfach, eine Stopper, die Pose, danach das Blei und zuletzt der Haken. Ein guter Köder für dieses Angeln sind Heringsstücke, in schmale Streifen geschnitten, und dann den Köder ein paar Mal über die Hakenspitze wickeln, damit er beim Wurf nicht abfällt. Sonst nutzt man dieselbe Technik wie beim Wurfgerät. Schau, wenn möglich, ob es Aktivitäten und Angelversuche im Gebiet gibt. An warmen Tagen, wo die Makrelen länger draußen stehen, ist das Angeln mit Pose eine gute Alternative. Besitzt man eine Pose mit »Segel«, und steht der Wind günstig, so dass die Pose nach draußen treibt, kann man ziemlich weit von Land angeln, wenn hier die Makrelen stehen.

Fährt man mit einem Sportanglerkutter auf Makrelentour, kann man dasselbe Wurfgerät benutzen, wie zuerst beschrieben. Wenn man dann der Meinung ist, dass es nicht kräftig genug ist, kann man kräftigeres Gerät an Bord leihen – Vorfach und Blinker/Pilker muss man jedoch selbst kaufen.

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